Mitglieder der CDU Kirchlinteln und interessierte Gäste nahmen selber Spaten und Setzlinge zur Hand, um in Heins rund 100 Lärchen im Klimawald von Heinrich Luttmann zu pflanzen. Auch die teilnehmenden Kinder pflanzten fleißig mit ihren Eltern oder Großeltern und sind so Teil der Generationenaufgabe Waldbau. "Ich freue mich sehr, dass auch Kinder dabei sind! Nur durch Kontakt, Interesse und gestellte Fragen zur Natur und natürlichen Zusammenhängen, können wir das Verständnis und die Verantwortung für Natur-, Umwelt- und Klimaschutz bei den Kindern wecken und vermitteln", so Chatarina Luttmann. In keinem anderen Wirtschaftsbereich wird die Nachhaltigkeit und Verantwortung über Generationen hinweg so deutlich und so selbstverständlich praktiziert, wie in der Forstwirtschaft: was an diesem Tag gepflanz wurde, wird erst in der übernächsten Generation erntereif und erst dann wird es aus diesem Bestand einen wirtschaftlichen Gewinn geben.
Die Fläche mit den jungen Lärchen war durch eine Kalamität von Sturm und Borkenkäfern in der Vergangenheit gezeichnet und musste deswegen aufgeforstet werden. Zuvor wurde die Fläche gezielt mit dem Forstpflug vorbereitet worden, sodass die Konkurenzvegetation etwas zurück gehalten wird und den jungen Bäumen etwas Vorteil verschafft. Dadurch werde auch die Naturverjüngung durch beispielsweise vorhandene Kiefern gefördert, da sie einen direkten Kontakt zum Boden finden.
In diesem Klimawald hatte Luttmann schon in den letzten Jahren einige unterschiedliche Baumarten gepflanzt, um geeignete resistente Arten für den Klimawandel zu testen und für diesen sehr sandigen Standort zu finden. Denn hier müssen die Bäume längere Trockenphasen und große Hitze aushalten. „Bei Temperaturen von 40 Grad bekommen die hier üblichen Kiefern schon große Probleme mit Befall durch den Diplodiapilz“, erläuterte Heinrich Luttmann den interessierten Teilnehmern.
Auf einem Rundgang durch den Klimawald zeigte er auch weitere Baumarten, wie die Baumhasel, Schwarznuss oder Coloradotanne, die schon seit einigen Jahren gut in dem Wald zurecht kämen und eine entsprechende Wuchsleistung hätten. Gerade Laubbaumarten müssten zusätzlich mit einem Wildschutzzaun vor Verbiss geschützt werden, was die Kosten zusätzlich antreibe. Schließlich sei die Forstwirtschaft mit der Investition eine Generationenverantwortung und die Vermarktung der Holzsorten eine wichtige Voraussetzung weitere Aufforstungen in der Zukunft finanzieren zu können. „Am meisten Klimaschutz bringt das Nutzholz, wenn es als Bauholz oder anderweitig dauerhaft genutzt wird, weil dann das CO2 sehr langfristig gebunden wird. Bauen mit Holz hilft unserem Klima viel mehr als Beton“, warb Heinrich Luttmann für den nachwachsenden Baustoff Holz, der zudem aus der Region stamme. „Klimaschutz spielt hier in unserer waldreichen Gemeinde durch nachhaltige Forstwirtschaft eine große Rolle auch als Wirtschaftsfaktor“, merkte CDU-Fraktionschef Torsten Blanke an.

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