Die CDU-Fraktion im Gemeinderat Kirchlinteln hat eine offizielle Anfrage an die Gemeindeverwaltung zu den beiden Erdbeben vom 11. Februar 2026 im Drei-Landkreise-Eck Verden, Rotenburg und Heidekreis gestellt. Ziel ist eine umfassende Aufklärung der Hintergründe sowie größtmögliche Transparenz gegenüber der Bevölkerung.
Nach Angaben des Niedersächsischen Erdbebendienstes wurden am 11. Februar um 4:57 Uhr und um 20:37 Uhr zwei seismische Ereignisse mit den Lokalmagnituden 2,1 und 2,6 rund zehn Kilometer südwestlich von Visselhövede registriert. Die Ursachen werden derzeit untersucht. Ein möglicher Zusammenhang mit der regionalen Erdgasförderung ist aus Sicht der CDU wahrscheinlich.
Die Gemeinde Kirchlinteln ist durch die Erdgasförderung in den Gebieten Weißenmoor und Hamwiede unmittelbar betroffen. Insbesondere die Ortschaften Odeweg, Schafwinkel (Weißenmoor), Groß und Klein Heins (Hamwiede / Weißenmoor Süd Z1) sowie Holtum (Völkersen) liegen in räumlicher Nähe zu den Förderstellen.
Der CDU-Fraktionsvorsitzende Torsten Blanke erklärt dazu: „Auch wenn die Erdbeben vergleichsweise geringe Magnituden hatten, nehmen wir die Sorgen der Bürgerinnen und Bürger sehr ernst. Der Schutz der Menschen und ihres Eigentums hat für uns oberste Priorität. Wir erwarten eine transparente und faktenbasierte Aufklärung.“
In ihrer Anfrage bittet die CDU-Fraktion die Verwaltung unter anderem um Auskunft zu folgenden Punkten:
• Wie viele Bürgerinnen und Bürger haben die Erdbeben bei der Gemeindeverwaltung gemeldet?
• Sind Schäden bekannt, die auf die Erdstöße zurückzuführen sein könnten?
• Wie ist der aktuelle Stand der Ursachenermittlung?
• Wie bewertet der Niedersächsische Erdbebendienst die Ereignisse?
• Wie sind frühere Einschätzungen des Landesamtes für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) zur Risikolage heute zu bewerten?
• Sind nachträgliche Auflagen zur Risikominderung möglich?
• Welche konkreten Maßnahmen planen die Förderunternehmen zur Erhöhung der Sicherheit?
Die CDU-Fraktion hat darum gebeten, die Antworten zu einem der nächstmöglichen Sitzungstermine mitzuteilen und öffentlich vorzustellen.
Für die CDU-Fraktion steht fest: Nur durch offene Kommunikation und nachvollziehbare Informationen kann das Vertrauen der Bevölkerung in Aufsichtsbehörden und Unternehmen gestärkt werden. „Wir wollen keine Vorverurteilung, sondern eine sachliche Klärung. Gleichzeitig erwarten wir, dass mögliche Risiken klar benannt und – sofern erforderlich – zusätzliche Schutzmaßnahmen ergriffen werden“, so Blanke abschließend.

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